Navigon 2210 Europa – Erfahrungsbericht

Gestern habe ich mir das Navigon 2210 zu Gemüte geführt. Dabei bin ich eine einfache Strecke über Autobahn nach Stuttgart gefahren, auf dem Rückweg über Bundesstraßen. Da ich es sehr eilig hatte, hab ich das Navi schnell ausgepackt, das KfZ-Ladekabel ran gehängt, kurz die Gerätehalterung zusammen gesteckt und an meiner Windschutzscheibe befestigt. Für die Montage habe ich ca. zwei Minuten gebraucht. Als ich bereits auf der Autobahn fuhr, viel mir auf das ich den Hebel des Saugfußes noch nicht herunter gedrückt hatte. Ich war überrascht, denn das Gerät viel trotz des fehlenden Unterdruckes nicht von der Scheibe.

Am ersten Autobahnkreuz angekommen steckte ich mitten im Feierabendverkehr, hektisch und unübersichtlich. Da bewiesen der Fahrspurassistent sowie das RealityView ihre Daseinsberechtigung und waren eine wirkliche Hilfe. Ich fuhr in der Dämmerung und negativ viel mir auf, das die Tag-/Nachtschaltung nicht früh genug reagierte. Das Display war noch auf Tagmodus und strahlte mit ganzer Stärke, was mir beim Wechseln der Autobahnen die Sicht nahm und mich blendete. Ich wartete bis die Anzeige sich automatisch änderte, was dann wenig später auch passierte. Die Nachtansicht ist sehr angenehm fürs Auge und blendet nicht bei einer Nachtfahrt. Alle wichtigen Anzeigen sind gut ablesbar.

Die Fahranweisungen kommen früh genug, sogar mehrfach, und sehr präzise. Dies auch bei Tunneldurchfahrten, wenn die zuletzt gefahrene Geschwindigkeit beibehalten wird, passen die Ansagen wie die Faust aufs Auge. Besonders hilfreich bei Abfahrten innerhalb eines Tunnels.

Im Stadtverkehr wird die Navianzeige überflüssig, da sich der Fahrer auf den Verkehr konzentrieren muss. Hier könnte man, bei ausreichendem GPS-Empfang, das Gerät auf den Beifahrersitz legen und nur den Fahranweisungen lauschen. Funktioniert besser als jeder Beifahrer ;-) .

Angekommen am Ziel, setzte mich das Navigon direkt vor der Haustüre ab. Dank der vermerkten POIs, konnte ich auf den ersten Blick einen in der Nähe befindlichen Parkplatz ansteuern.

Die Rückfahrt war ziemlich ereignislos, ich musste nicht einmal aufs Display blicken. Zurück über Land war sehr entspannend, ich musste keine Straßenschilder im dunkeln entziffern, brauchte nur der Stimme im 2210 folgen.

Mein Fazit:
Das Navigon 2210 wirkt sehr klein, fast wie ein Spielzeug. Aber seine Leistungen sind enorm. Ich habe nur zwei Kritikpunkte gefunden (dabei habe ich lange nach mehreren gesucht), die späte Nachtschaltung was mir die Sicht raubte und den etwas langen Stecker des Ladekabels. Bei Fahrzeugen, deren Schaltknauf nah am Zigarettenanzünder liegen, ist das bei jedem Staltvorgang störend.
Trotz des kleinen Displays (3,5-Zoll) war die Übersicht perfekt. Routenberechnungen oder auch Neuberechnungen führte der “Winzling” hervorragend und flott aus.

Funktionen des 2210:
TMC (mit im Ladekabel integrierter Antenne)
Reality View Pro
Text-to-Speech2
Fahrspurassistent Pro
Radar Info3
Latest Map Guarantee
Notfall-Hilfe
Geschwindigkeitsassistent
erweiterbarer Speicher über microSD- Karte
3,5” Touchscreen-Display
Europakarte mit 40 Ländern Europas
Intelligente Adresseingabe
Intuitive Benutzeroberfläche
Mehr als 2 Millionen Sonderziele (POI)

Technische Daten:
Bildschirm: 3,5″-Touchscreen im 4:3 Format
GPS: SiRF Atlas III + Instant Fix II
Betriebssystem: Windows CE
Speicher: 512 MB ROM / 2 GB ROM / 64 MB RAM
Prozessor: Atlas III (375 MHz)
Akku: 740 mAh Lithium-Batterie
Gewicht: 121 g
Abmessungen: 95 mm x 72 mm x 17 mm

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Letzte Aktualisierung: 19.05.2012 um 08:00 Uhr.

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